Wenn es nur nach mir ginge, würde ich wahrscheinlich fünfmal pro Woche Pasta essen. Um genauer zu sein: es gibt Wochen, da passiert das tatsächlich. Ich liebe Nudeln. Alle Formen: lang, kurz, dünn, rund, dick, gefüllt, Vollkorn, weiß, rot, grün… You name it. Zum Abendessen liebe ich auch ein Glas Wein und ich freue mich jedes Mal auf neue: Wein und Pasta ist nämlich eine Kombination, die immer funktioniert.

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wein-und-pasta-foodpairingDie „Sisters in wine“ sind Hanneke und Elske Schönhals. Sie lieben Wein und arbeiten damit – genau so individuell, wie sie selbst sind. Hanneke ist die Frau der Tat und kreiert lebendige Weine in ihrem Bioweingut in Rheinhessen. Elske ist die Entdeckerin und und nimmt Menschen auf ihrem Blog Genau mein Wein! mit auf die Reise zu ihrem persönlichen Weingeschmack. Jeden Monat veröffentlichen sie unabhängig voneinander einen Blogartikel zu einem gemeinsamen Thema.


Welcher Wein passt zu welcher Pasta?

Ein Teller Pasta mit Soße oder Gemüse. Dazu ein Glas Wein. Das Resultat: ein Essen, das harmoniert. Wein und Pasta sind wie ein Liebespaar, dass füreinander geschaffen ist.

Doch fragst du dich auch manchmal: welcher Wein passt zu welcher Pasta?

Das kommt nicht so sehr auf die Pasta an, sondern mehr auf die Beilage, die du dazu wählst. Im Buch „Wein und Gemüse“  habe ich eine super-einfache Grundregel zum Wein-Foodpairing gelernt: Die Weinfarbe orientiert sich an der (aromatischen) Grundfarbe des Gerichts.

Also je heller das Gericht, desto heller der Wein, wohingegen ein dunkler Wein zu dunklen Gerichten gehört. Einfach, aber genial.

Das heißt in der Praxis: Bei Pasta mit helleren Soßen wählst du einen hellen Wein, dass heißt einen Weißwein. Je „grüner“ die Grundfarbe, desto jünger und frischer der Wein. Bei weißen, cremigen Soßen wählst du einen Weißwein mit satter Farbe.

Bei Pastagerichten, die rote Soßen aber frische Zutaten haben, wie beispielsweise Pasta mit frischen Tomaten und Basilikum, wählst du einen helleren, leichten Rotwein. Bei einem Schmorgericht, beispielsweise Spätzle mit Boeuf Bourguignon würdest du einen dunklen, kräftigen Rotwein wählen.

Alles klar?

Ich finde diese Regel so super. Seitdem ich sie kenne, geht mir die Weinauswahl wesentlich leichter von der Hand. Natürlich ist sie nicht der Weisheit letzter Schluss. Auch hier gibt es, wie bei jeder anderen Regel, sicherlich Ausnahmen. Doch sie ist eine Grundlage, auf der du aufbauen kannst.

Welcher Wein passt zu Pasta mit Pesto?

Der Grundregel „Weinfarbe = Grundfarbe des Gerichts“ folgend passt nicht nur ein Wein zu Pasta mit Pesto.

Je nach Pesto – von denen es ja ziemlich viele gibt – passen unterschiedliche Weine zur Pasta. Ein grünes Basilikum-Pesto kann sowohl dunkle wie helle Pasta-Gerichte verfeinern. Es kommt ganz drauf an, welche Beilagen du ansonsten noch dazu hast.

Einem roten Pesto können getrocknete Tomaten oder gegrillte Auberginen hinzugefügt sein. Letztere machen die aromatische Grundfarbe des Pestos dunkler, als die eines einfachen Tomatenpesto.

Wähle also den Wein stets auf neue aus. Es gibt nicht „die Eine“ Weinauswahl. Außerdem möchte ich dich ermutigen, deine eigenen Erfahrungen zu sammeln. Denn je öfter du etwas ausprobierst, desto mehr erweitert sich dein Wissensnetz. Du sammelst immer neue Erfahrungen, an die du anknüpfen kannst. Es gibt kein „Richtig und falsch“.

Gestern Abend habe ich in Ermangelung eines passenden Weins ein Kölsch zur Pasta mit Fischragout getrunken. Ich kann dir sagen: absolut unpassend! Dabei war die farbliche Grundkombination gar nicht so verkehrt. Und dennoch bin ich froh, dass ich es ausprobiert habe, denn ich habe wieder etwas dazu gelernt: Ich brauche mehr Wein im Keller!

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Der perfekte Wein zu Oliven

Die Kombination zwischen Wein und Pasta, in denen auch Oliven enthalten sind, ist etwas kniffelig. Denn Oliven haben eine leichte Bitternis. Daher passt nicht jeder Wein hierzu.

Grundsätzlich passt zu Oliven ein kräftigerer Weißwein, zum Beispiel aus der Rebsorte Chardonnay oder Grauburgunder. Alternativ passt auch ein junger Rotwein, beispielsweise aus der Rebsorte Dornfelder oder Portugieser. Deine Wahl kommt auf deinen persönlichen Wein-Geschmackstyp an.

Mini-Farfalle mit Thunfisch, Oliven und rotem Pesto – mein Rezept

Das Rezept reicht für zwei Personen und ist ruck-zuck zubereitet. In der Zeit, in der die Nudeln kochen kannst du die restlichen Zutaten schneiden. Das rote Pesto kaufe ich fertig im Glas oder mache es selbst. In diesem Fall ist es ein recht gewöhnliches, gekauftes rotes Pesto.

 

Mini-Farfalle mit Thunfisch, Oliven und rotem Pesto

Zubereitungszeit: 20 Minuten
Komplette Zeit: 20 Minuten

Für 2 Personen

Zutaten

200 g Mini-Farfalle
ca. 60 g Cocktail Tomaten
10-15 schwarze Oliven
1 Dose Thunfisch in Olivenöl (ca. 180 Gramm)
2 EL rotes Pesto

Zubereitung

1. Nudeln in kochendem Salzwasser kochen (nach Anleitung)
2. Cocktail Tomaten vierteln
3. Oliven in dünne Scheiben schneiden
4. Dose mit Thunfisch öffnen und etwa die Hälfte des Öls weggießen
5. Nudeln abgießen und zurück in den Topf geben
6. Cocktail Tomaten, Oliven und Thunfisch vorsichtige unterrühren
7. Mit einem großzügigen Klecks rotem Pesto und einem Glas Wein deiner Wahl servieren.

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Fazit Wein und Pasta – meine Weinempfehlung

Zu Mini-Farfalle mit Thunfisch, Oliven und rotem Pesto empfehle ich dir einen nicht zu kräftigen, eher jungen Rotwein, wie beispielsweise einen Rotwein aus der Rebsorte Dornfelder oder der Rebsorte Regent.

Außerdem würde ich auf jeden Fall zusätzlich einen Löffel eindecken, denn mit Messer und Gabel essen sich die kleinen Nudeln nicht besonders leicht.

Dies ist der Link zu Hannekes „Sisters in wine“  Februar-Artikel: [Sisters in wine] Februar: Foodpairing

 

Und welche ist deine liebste Wein und Pasta Kombination?
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Wir freuen uns darauf!

 

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