Bestimmt hast du dir schon mal die Frage gestellt, ob sich eine gesunde Ernährung auch mit Alkohol kombinieren lässt. Lassen sich die ganzen leckeren vegetarischen, veganen oder Clean Eating Gerichte, überhaupt mit Wein kombinieren?

Glücklicherweise finden Ela Rüther und Sebastian Bordthäuser, die Autoren von Wein & Gemüse*, dass das wunderbar geht.

wein und gemuese

Impuls 1: Wein und Gemüse „funktionieren“ wunderbar zusammen

Und wie? Welches Gemüse passt zu welchem Wein? Laut Ela und Sebastian kommt man der besten Kombination am nächsten, wenn man sich an Farbanalogien hält. Gemüse hat Schattierungen von hell nach dunkel und zwar über die Grüntöne, bis hin zu orange-rot, dunkelrot und braun. Ähnlich ist es beim Wein. Die Weinfarben variieren von hellgrün bis hin zum tiefsten rotbraun. Ein heller, grünlicher Wein ist eher leicht und frisch, wohingegen ein dunkelroter Wein eher kräftig und schwer ist.

Bei der Farbanalogie gibt demnach die Gemüsefarbe auch die Weinfarbe vor. Bei Mischgerichten, also Kompositionen aus verschieden Gemüsefarben, zählt die „aromatische Grundfarbe“ des Gerichts.

Die Autoren beschreiben das exemplarisch an den Beispielen eines frischen, grünen Apfels und eines Pilzschmorgerichts. Zum frischen, grünen Apfel passt ein Weißwein, der jung und ebenso frisch ist. Zum würzigen Pilzschmorgericht ein dunkler Rotwein.

Um die Wahl einfacher zu gestalten haben sie sich etwas Geniales ausgedacht: den „Wein-Tacho“. Er erinnert optisch an einen Tachometer im Auto. Die Idee ist super, wenngleich die Aussage des Wein-Tachos nicht ganz intuitiv zu verstehen ist. Wer sich allerdings dann die Mühe macht, die Beschreibung dazu zu lesen und zu verstehen ist klar im Vorteil.

Zu jedem Rezept im Buch gibt es Wein-Empfehlung und den Wein-Tacho. Der Wein-Tacho hilft bei der Weinauswahl bevor das Essen auf dem Tisch steht. Das ist praktisch, denn dann kann man bei der Einkaufstour auch gleich den Wein zum Essen besorgen, beziehungsweise bei den Gästen „in Auftrag geben“. Außerdem hilft der Wein-Tacho dabei, das Rezept geschmacklich etwas besser einzuschätzen. Vor allem, wenn einem noch etwas die Übung beim Kochen fehlt.

Der Wein-Tacho in Kombi mit Wein-Empfehlung gefällt mir gut. Man kann sich einerseits nach der Wein-Empfehlung richten, andererseits wird man ermutigt seine eigenen Weinideen dazu ausprobieren.

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Impuls 2: Die entscheidenden Faktoren für Gemüse- und Weinqualität

Die beiden wichtigsten Faktoren für Qualität sind für die Autoren guter Boden und ausreichende Reifezeit.

Sowohl Gemüse, wie auch Wein brauchen guten Boden. Die Qualität von Gemüse und Weine entsteht auf dem Acker, beziehungsweise im Weinberg. Der Verzicht von Herbiziden und Pestiziden, sowie chemisch-synthetische Düngemittel ist ihnen dabei wichtig. Allerdings müssen Gemüse und Wein für die Autoren nicht unbedingt aus ökologischen Anbau stammen.

Das hängt mit dem zweiten entscheidenden Faktor, der Zeit, zusammen. Gerade beim Gemüse ist ihnen dieser Faktor wichtig, da reifes Gemüse nicht besonders lagerfähig und schlecht transportierbar ist. Daher steht saisonales Gemüse aus der Region, bevorzugt von echten Böden und in Freiluft gewachsen, für Rüther und Bordthäuser noch vor der Bio-Qualität.

Bei den Weinen empfehlen sie regional typische Rebsorten. Dabei machen sie einen interessanten Streifzug quer durch die europäischen Weinbauregionen. Weine sollen von echten Winzern kommen um ihnen wieder ein Gesicht zu geben.

 

Impuls 3: Der Preis für eine Flasche Wein

Eine Flasche Wein sollte mindestens 8 €, besser noch 10 € kosten. Ihr Plädoyer: „Trinke nicht mittelmäßig sondern gut!“ Du siehst mich zustimmend mit dem Kopf nicken.

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Impuls 4: Setze auf regionale und saisonale Gemüse – der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt

Die Autoren stehen für regional und saisonal, daher sind alle Gemüsesorten auch auf dem Gemüsemarkt zu bekommen: Beete, Erbse, Rauke, Spinat, Zwiebeln… Da Ela auch die Bitter* Expertin ist, kommen auch Artischocke, Spargel, Zichorie und Wildkräuter nicht zu kurz. Bei diesen Gemüsen ist es immer ein wenig herausfordernd ist, einen passenden Weinbegleiter zu finden.

Wie schon beschrieben, empfehlen die Autoren zu jedem Rezept einen Wein. Beziehungsweise welche Art von Wein und welche Rebsorte man dazu trinken kann. Für mich als bekennende Liebhaberin von deutschen Weinen (LINK), sind die Vorschläge ziemlich spannend, denn auch ich entdecke gerne neues und finde es herrlich dazuzulernen.

Und eines ist sicher: Sobald Tomaten wieder in der Saison sind, werde ich die „Pizette mit Tomate, Pecorino und Rauke“ (S. 149) in Kombination mit einem guten italienischen Lambrusco ausprobieren. Ich werde berichten!

Bis dahin werde ich mich an diverse andere, saisonalen Gemüse heranwagen. Wirklich spannend, was der regionale Markt alles hergibt und was man daraus kochen kann.

Übrigens wird in Wein & Gemüse* nicht nur der Weindurst, sonder auch der Wissensdurst gestillt. Die Exkurse zu Sensorik, Weinbereitung und zum Gemüsemann bieten einiges an extra Informationen, damit man sich noch besser in der Wein- und Gemüsewelt zurechfindet.

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Impuls 5: Vertraue deinem eigenen Geschmack

Die Autoren teilen meine eigene Grundhaltung: Verlasse dich auf deinen eigenen Geschmack : probieren, experimentieren und trinken. Der eigene Geschmack ist der wichtigste Wegweiser in der „unglaublich großen und unübersichtlichen Weinwelt“, so die Autoren.

Daher finde ich, dass das Buch Wein & Gemüse* eine wunderbare Ergänzung zu meinem Wein-Geschmacktypen Paket ist.

Fazit Wein & Gemüse

Ein Buchkauf, der sich gelohnt hat. Der Aufruf zum Probieren und Experimentieren spricht mir aus dem Herzen, denn es geht darum, den eigenen geschmacklichen Horizont zu erweitern. Das funktioniert, denn schon alleine die Bilder machen Lust aufs Experimentieren, sowohl mit Wein als auch mit Gemüse.

Wein und gesunde Ernährung schließen sich überhaupt nicht aus, sondern ergänzen sich wunderbar. Ich schließe mit den Worten der Autoren:

„Man findet keine Freunde mit Salat. Man braucht auch Wein dazu.“

 

Was ist deine liebste Wein-und-Essen Kombination?
Was findest du herausfordernd?
Ich freue mich über deinen Kommentar!

 

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Bilder: Ela Rüther

 

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  1. […] Nur: was kochen? Falls ihr euch nicht zu spät trefft, dann könntet ihr euch vorher überlegen, zusammen zu kochen. Dabei eigenen sich Gerichte, die nicht zu kompliziert sind und an deren Vorbereitung sich alle beteiligen können. Beispielsweise Pasta mit einem leckeren Grünen Salat oder ein Gericht aus dem Buch Wein und Gemüse. […]

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